"Leuchtturm in der Spitzenforschung"

25.10.2017
Kategorie: Nachrichten, Zivilgesellschaft  
Foto: jbdodane (CC BY-NC 2.0), via Flickr

Foto: jbdodane (CC BY-NC 2.0), via Flickr

Im ghanaischen Accra entsteht zurzeit ein neues internationales Forschungskolleg. Das "Maria Sibylla Merian Centre for Advanced Studies", kurz Merian-Zentrum, wird vom "Bundesministerium für Bildung und Forschung" gefördert. Ziel ist es, die internationale Zusammenarbeit in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften langfristig zu unterstützen.

Der Forschungsschwerpunkt des Kollegs liegt auf dem Thema "Nachhaltige Governance". Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der "University of Ghana" werden sich mit demokratischer Regierungsführung, Konfliktbearbeitung und Nachhaltigkeitstransformation beschäftigen. Unterstützt werden sie von Kolleginnen und Kollegen der Universitäten in Freiburg, Frankfurt am Main und Konstanz, vom Giga, dem "German Institute of Global and Area Studies", und vom "Deutschen Historischen Institut" der Max Weber Stiftung in Paris.

"Ghana ist ein Land mit hohem wissenschaftlichem Potential und eines der Kernländer für unsere Kooperationen in Westafrika", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Sie lobte das neue Merian-Zentrum, als "einen Leuchtturm in der geistes- und sozialwissenschaftlichen Spitzenforschung".

Mit dem Merian-Zentrum in Ghana entsteht das erste Kolleg dieser Art in Afrika. Zusätzlich zum Hauptstandort in Accra ist ein zweiter Forschungsstandort in Dakar im Senegal geplant. Weitere internationale Forschungskollegs gibt es bereits in Indien, Brasilien und Mexiko.

In den kommenden drei Jahren sollen die Forschungsprogramme für Accra ausgearbeitet und die Infrastruktur des Kollegs ausgebaut werden. Verläuft das Projekt erfolgreich, will das "Bundesministerium für Bildung und Forschung" das neue Merian-Zentrum bis zum Jahr 2030 fördern.