Frauen in Kultur und Medien

29.10.2017
Kategorie: Nachrichten, Nachrichten  
Foto: helpsg (CC0) via Pixaby

Foto: helpsg (CC0) via Pixaby

Am vergangenen Donnerstag stellte die Hertie School of Governance die Ergebnisse des Forschungsprojekts "Frauen in Kultur und Medien – ein europäischer Vergleich" vor. In sechs europäischen Ländern wurde die Lage von Frauen in diesem Arbeitsfeld untersucht. Darunter waren Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Schweden und das Vereinigte Königreich. Obwohl sich die Situation insgesamt verbessert hat, bestehen weiterhin Defizite in Sachen Geschlechtergerechtigkeit. Die größten Unterschiede liegen bei der Entwicklungsgeschwindigkeit in den ausgewählten Ländern.

Der von Kulturstaatsministerin Monika Grütters im vergangenen Jahr zusammengerufene Runde Tisch Frauen in Kultur und Medien forderte die Datenlage in diesem Bereich zu verbessern. "Denn Chancengleichheit bedeutet immer auch ein Gewinn an Perspektiven und Potentialen und damit ein Mehr an künstlerischer, kultureller und medialer Vielfalt", so Grütters. Die Studie sollte Maßnahmen für mehr Geschlechtergerechtigkeit in den verschiedenen Ländern identifizieren und dadurch Handlungsmöglichkeiten für Deutschland aufzeigen.

Im Bereich Kultur und Medien kann Deutschland im europäischen Vergleich einige Erfolge vorweisen. So gibt es einen hohen Anteil an Frauen in Führungspositionen in Bibliotheken und Museen. Frauen haben außerdem mehr Möglichkeiten ihre Kinder ganztägig betreuen zu lassen. Dagegen sind weibliche Führungskräfte in Rundfunkanstalten und Medienunternehmen unterrepräsentiert. Auch geschlechterspezifische Lohnunterschieden bestehen weiter.