© The Advocacy Project
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Unterstützung von Opfern sexueller Gewalt und Vertreibung

2017 | Mali

Islamisten und Tuareg-Rebellen übernahmen 2012 den Norden Malis und verhängten ein hartes Regime gegenüber Frauen. Hunderte von Frauen wurden vergewaltigt oder öffentlich geschlagen. Tausende wurden aus ihren Häusern vertrieben, nachdem sie ihre Tiere und Ernte verloren hatten. Zwangsverheiratungen sollten Vergewaltigungen verschleiern.

Die in Bamako angesiedelte Organisation Sini Sanuman wurde 2002 zur Bekämpfung der Genitalverstümmelung von Frauen gegründet. Nach dem Krieg im Jahr 2012 erweiterte die Organisation auf Anraten von UNICEF ihren Ansatz hin zu einem umfassenderen Schutz für Frauen. Seit 2014 hat Sini Sanuman mit finanzieller Unterstützung von ifa/zivik ein innovatives Programm für weibliche Opfer sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt entwickelt. Mit Hilfe ihrer US-amerikanischen Partnerorganisation, The Advocacy Project, öffnete Sini Sanuman zwei Zentren in Bamako und Bourem. Hier können sich die Betroffenen in der Gesellschaft anderer Betroffener erholen, erhalten psychosoziale Unterstützung und nehmen an Trainings in Nähen, Seifenherstellung, Stickerei und Hauswirtschaft teil.

Durch Einsatz ihrer Animateurinnen und in Kooperation mit lokalen Frauengruppen in Bamako und Bourem erreicht Sini Sanuman zahlreiche weitere gefährdete Frauen und bietet praktische Ratschläge zum Schutz vor sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt. Diejenigen, die ihre Fälle vor Gericht bringen wollen, werden an hierauf spezialisierte Nichtregierungsorganisationen verwiesen und erhalten von Sini Sanuman emotionalen Beistand während des Verfahrens. Auf diese Weise hilft das Projekt den Frauen, ihr (Selbst-)Vertrauen wiederzugewinnen, sich von ihrem Trauma zu erholen und sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.