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#DefyHateNow: Mobilisierung von zivilgesellschaftlichem Engagement gegen Hassreden und Anstiftung zu Gewalt in sozialen Medien

2017 | Südsudan, Uganda, Kenia

Am 9. Juli 2011 wurde der Südsudan als jüngster Staat in die Weltgemeinschaft aufgenommen. Dies folgte einem Unabhängigkeitsreferendum, das in einem 2005 unterzeichneten vorgeblich umfassenden Friedensabkommen zwischen zwei der wichtigsten Gewaltakteuren des sudanesischen Bürgerkriegs vorgesehen war. Letzterer hatte 1983 begonnen. Am 15. Dezember 2013 brach ein gewaltsamer Konflikt im Südsudan aus, der zur Bildung einer bewaffneten Opposition führte und der bis heute nicht beendet ist. Zwar kehrte die bewaffnete Opposition auf Grundlage eines im August 2015 unterzeichneten Friedensabkommens im April 2016 als „Friedenspartner“ in die Hauptstadt Dschuba zurück und wurde Teil der sogenannten „Übergangsregierung der nationalen Einheit“. Am Vorabend des fünften Unabhängigkeitstages brachen in der Hauptstadt aber erneut gewaltsame Kämpfe aus, die unzählige Opfer forderten, sich rasch auf weite Teile das Landes ausdehnten und die Zahl der Binnenflüchtlinge und Flüchtlinge auf mehrere Millionen anschwellen ließ.

r0g_agency for open culture and critical transformation gGmbH (r0g) ist eine in Berlin ansässige Nichtregierungsorganisation, deren Arbeitsschwerpunkt die Erarbeitung von nachhaltigen „Open Systems“-Lösungen für Post-Konflikt-Entwicklung ist. r0g kooperiert bei der Durchführung des Projekts #defyhatenow mit zahlreichen lokalen zivilgesellschaftlichen Organisationen, aber auch mit internationalen Nichtregierungsorganisationen und UN-Organisationen.

#defyhatenow ist eine Initiative zu lokaler Friedensschaffung, Trainings und Versöhnung, die darauf abzielt, die Stimmen und Aktivitäten von Bürgern und Bürgerinnen sowie von zivilgesellschaftlichen Organisationen im Südsudan zu unterstützen und zu stärken. Durch ein multidisziplinäres Team unabhängiger sogenannter „Soziale-Medien-Korrespondenten“ identifiziert #defyhatenow Hassreden, (auch unbewusst) konfliktanheizende Sprache und Anstiftung zu Gewalt in online-basierten sozialen Medien, versucht das Bewusstsein bei relevanten Akteuren für diese Problematik zu schärfen und entwickelt Mittel, um sie zu entschärfen. #defyhatenow zielt darauf ab, das Klima für einen konstruktiven Dialog und konstruktive Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Parteien, darunter Binnenflüchtlinge, Flüchtlinge und die Diaspora, zu verbessern und unterstützt Mechanismen, die Vertrauen aufbauen und so diesen Dialog wieder ermöglichen sollen.

Hierdurch erhofft sich das Projekt, dass die unterschiedlichen Gemeinschaften des Landes zu „positiven Beeinflussern“ werden und den südsudanesischen Raum der sozialen Medien mit friedensbildenden Bemühungen besetzen zu können, anstatt ihn den Konfliktakteuren zu überlassen.

http://defyhatenow.net