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Schulen der Vielfalt

2017 | Georgien

Georgien ist ein multiethnischer Staat im Südkaukasus. Ein Großteil der ethnischen Minderheiten lebt in kompakten Siedlungen mit relativ wenigen Berührungspunkten zur restlichen (georgischen) Gesellschaft. Die mangelnde Integration zeigt sich in unzureichenden georgischen Sprachkenntnissen und damit einhergehend Problemen der Minderheiten im georgischen Bildungssystem. Die Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen ist wenig ausgeprägt und offene oder verdeckte Stereotypen und Diskriminierungen sind verbreitet.

Das Projekt "Diversity School" der Organisation Iris-Group - Managing Diversity ist ein Bildungsprogramm, das sich für Dialog, gegenseitiges Verständnis und Methoden der friedlichen Konfliktlösung einsetzt. Es trägt zu einer pluralistischen, demokratischen und friedvollen Gesellschaft in Georgien und in der Region Südkaukasus bei. Zielgruppe des Projekts sind junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren mit einem Bezug zum Thema "ethnische Minderheiten" und Interesse an Diversität und Jugendaktivismus. Die Teilnehmenden kommen aus ganz Georgien mit einem Schwerpunkt aus ländlichen, wenig entwickelten Regionen.

Die Themen der Trainings sind Förderung von demokratischen Handlungsweisen, Diversität mit Fokus auf ethnischen Minderheiten, Zivilgesellschaft, Kultur und Traditionen, Teamwork und Projektmanagement. Die Teilnehmenden entwickeln ihre eigenen Projektideen in Kleingruppen und setzen sie in ihrem jeweiligen sozialen Umfeld mit viel Engagement um. Beispiele dieser Ideen sind Kunstprojekte in Schulen und Kindergärten oder Umweltprojekte in den Gemeinden der Teilnehmenden. Weiterführende Ausbildungskurse zu Diskussionsleitern und Mentoren tragen zur Qualifizierung und Nachhaltigkeit bei. Diese Trainings finden teilweise mit Teilnehmenden aus der gesamten Kaukasusregion statt und haben somit auch einen regionalen brückenbauenden Charakter.