© Givat Haviva
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Pädagogen für eine neue Gesellschaft

2016 | Israel

Die tiefe Spaltung der israelischen Gesellschaft spiegelt sich in vielen Bereichen des wirtschaftlichen, politischen und sozialen Lebens wider. Die Diskriminierung der arabischen Minderheit und die wachsende Entfremdung zwischen der jüdischen und arabischen Bevölkerung gelten daher als eine der größten Bedrohungen für die Zukunft Israels. Gegenseitiges Misstrauen, Feindseligkeit und Entfremdung zwischen Juden und Arabern schlagen zunehmend in Rassismus, Extremismus und Gewalt um. In den letzten Jahren waren es immer mehr junge Menschen, die sich am Konflikt beteiligten. Junge Juden und Araber wachsen in getrennten Schulsystemen auf und haben nur wenig Kontakt zueinander. Umso wichtiger ist es, mit dieser jungen Generation eine neue Gesellschaft entstehen zu lassen. Genau hier setzt seit vielen Jahren die Arbeit von Givat Haviva an und fördert die friedliche Koexistenz innerhalb Israels.

Mit dem Projekt, das im Rahmen des übergreifenden Shared Society Programmclusters Giva Havivas durchgeführt wird, werden Lehrkräfte von jüdischen, arabischen und gemischten Schulen als Multiplikatoren ausgebildet, die im schulischen Bereich der Entfremdung und dem Rassismus unter Jugendlichen entgegenwirken. Gegenseitiges Verständnis unter Kindern und Jugendlichen wird durch die Umsetzung eines Bildungsprogramms an Grund-, Mittel- und weiterführenden Schulen gefördert. Arabische und jüdische Lehrer bekommen die Möglichkeit, sich auszutauschen und arbeiten gleichfalls an einem gemeinsamen Curriculum. Neben Begegnungsveranstaltungen für jüdische und arabische Partnerschulen, erstellt Givat Haviva eine Online-Plattform, auf der alle Lehrmittel zugänglich sind und auf der Raum für Diskussionen, Hilfestellung und Austausch geboten ist. Um besonders früh einen Grundstein für demokratische Werte zu legen, werden dieses Jahr erstmalig Materialien für Kindergärten entwickelt.

Ein erster Höhepunkt des Projekts ist die Veranstaltung Youth Summit am 31.Mai 2016, die der deutsche Botschafter in Israel, Dr. Clemens von Goetze, gemeinsam mit jüdischen und arabischen Bürgermeistern eröffnen wird. 540 Schüler und 18 Lehrer werden erwartet, gemeinsame Projekte präsentiert und Erkenntnisse der teilnehmenden Lehrkräfte vorgestellt.