© Gisha
Gisha facilitated the travel of 12 representatives of women's organizations in Gaza to participate in a weeklong enrichment program and tours in Israel with local activists. The women shared their experiences living and working in Gaza, and learned together with local activists on how to expand programs and services currently available to women in Gaza; © Gisha
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Gisha facilitated the travel of 12 representatives of women's organizations in Gaza to participate in a weeklong enrichment program and tours in Israel with local activists. The women shared their experiences living and working in Gaza, and learned together with local activists on how to expand programs and services currently available to women in Gaza; © Gisha
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Gisha's public department director spoke at the Truman Institute sponsored event "Gaza: What's Next?" held at the Hebrew University in Jerusalem. He gave an overview of the impact of movement restrictions on Gaza, emphasizing the deteriorating conditions of infrastructure. The panel also included former senior Israeli security officials; © Gisha

Förderung der Menschenrechte

2017 | Israel

In den letzten zehn Jahren wurde die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bewohner des Gazastreifens stetig eingeschränkt. Der Zugang zu Bildungseinrichtungen und ökonomischen Möglichkeiten wird blockiert, Familienbesuche und -zusammenführungen unterbunden und der Waren-  und Personenverkehr massiv behindert.

Seit 2005 setzt sich die israelische Organisation Gisha für Menschenrechte ein und verfolgt das Ziel, die Bewegungsfreiheit in den Palästinensischen Gebieten zu sichern und zu dokumentieren. Das Projekt soll eine Lösungsgrundlage für den israelisch-palästinensischen Konflikt bieten, in dem die Zivilgesellschaft und Wirtschaft in Gaza – insbesondere durch den Zugang zu Bildungs- und Berufsmöglichkeiten – gestärkt werden. Es plädiert dafür, dass die Sicherstellung grundlegender Menschenrechte der Bewohner des Gazastreifens keine Bedrohung für Israel darstellt. Stattdessen ist die wirtschaftliche Erholung und die Notwendigkeit, den Bewohnern des Gazastreifens Hoffnung zu geben, die Voraussetzung für eine nachhaltige Konfliktlösung. Dabei geht es vor allem darum das Sicherheitsbedürfnis in Israel nicht gegen eine Stärkung der Wirtschaftslage im Gazastreifen auszuspielen. Die Erkenntnisse aus dem Projekt richten sich deshalb an israelische Entscheidungsträger, Journalisten und Palästinenser, die aus beruflichen, bildungsrelevanten oder familiären Gründen versuchen zwischen Gaza und dem Westjordanland zu reisen.

Durch mehrsprachige Analysen und Advocacy-Materialien werden Informationen über die Auswirkungen der Bewegungsbeschränkungen und der sozioökonomischen Lage in Gaza über traditionelle und neue Medienkanäle in Israel und im Ausland verbreitet und insbesondere für israelische Entscheidungsträger zugänglich gemacht. Daneben wird Rechtsbeistand angeboten und die Kooperation mit staatlichen Behörden gesucht. So leistet das Projekt einen Beitrag zur friedlichen Konfliktransformation, indem es die sozioökonomischen Lebensumstände der Palästinenser verbessert und eine wirtschaftliche Erholung in Gaza ermöglicht.