Treffen mit dem Nah- und Mittelost-Verein © Bilal El Soussi
© Bilal El Soussi
Gruppenfoto mit Ali Fathollah-Nejad, Politologe und Experte des ifa-Forschungsprogramms © Bilal El Soussi

Dialog und Völkerverständigung

Bericht vom Alumniworkshop zum Thema Iran

Ein Weiser, der auf Reden sich beschränkt,
Der glaube nicht, dass er die Herzen lenkt. 
Ein Weiser ist, wer immer weise wandelt,
Nicht wer nur spricht und nach dem Wort nicht handelt

schrieb Saadi, einer der berühmtesten persischen Dichter, 1258 in seinem bekannten Werk "Golestan" (Rosengarten). Seit zehn Jahren trägt das Förderprogramm CrossCulture Praktika (CCP) zum Dialog und der Völkerverständigung zwischen Deutschland und dem Iran bei. Anlässlich dieses Jubiläums lud das ifa Anfang Dezember zwölf Alumni aus dem Iran zum zweitägigen Workshop "Berufliche Perspektiven und Verstärkung der Kooperation zwischen Iran und Deutschland" nach Berlin.

Erfreulich war die Teilnahme von Alumni der frühen Jahrgänge von CrossCulture, die dem Programm seit 2006 verbunden geblieben sind. Die Teilnehmer tauschten sich über ihre bisherigen Erfahrungen aus. Am ersten Tag fanden Gespräche im Auswärtigen Amt, in der Heinrich-Böll-Stiftung sowie im Nah- und Mittelost-Verein (NuMOV) statt. Im Fokus der Treffen standen Kooperationen mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren in den Bereichen Umwelt und Wirtschaft. Diese machten deutlich, dass eine stärkere deutsch-iranische Zusammenarbeit von beiden Seiten ausdrücklich erwünscht ist.

Am zweiten Tag referierte Klaas Glenewinkel, Leiter von Media in Cooperation and Transition (MiCT), über die Zusammenarbeit mit iranischen Journalisten und Medienakteuren. Eingeladen war ebenfalls Dr. Ali Fathollah-Nejad, Experte im ifa-Forschungsprojekt "Deutsch-Iranische Kulturbeziehungen". Er stellte seine aktuellen Forschungsergebnisse zur zukünftigen bilateralen Kulturarbeit nach dem Atomdeal vor. Im Anschluss an die Impuls-Vorträge diskutierten Referenten und Teilnehmer in Arbeitsgruppen über die Erfahrungen in der Medien- und Kulturarbeit zwischen deutschen und iranischen Institutionen. Der Austausch zeigte, dass für nachhaltige Projekte und langfristige Kooperationen Transparenz und die Einbeziehung staatlicher sowie nichtstaatlicher Akteure von großer Bedeutung sind. Die iranischen Alumni betonten, dass ein umfassendes Verständnis für die Kultur, Werte und Geschichte des Landes sowie Feingefühl bei Verhandlungen wichtige Pfeiler für eine partnerschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit sind.

Abschließend tauschten sich die Teilnehmer zu Fragen der weiteren Zusammenarbeit aus, diskutierten die Perspektiven und Potentiale zukünftiger Kooperationen und brachten ihr Feedback zum Förderprogramm CCP ein. Ein Wunsch war, regelmäßigere Austauschtreffen zu veranstalten, weil die persönliche Vernetzung besonders wichtig sei. Um das Alumni-Netzwerk zu stärken, beschlossen die Teilnehmer, sich mit fachlichem Fokus aktiver in den sozialen Netzwerken auszutauschen.

© CrossCulture Praktika, 14.01.2016

Kontakt

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CrossCulture Programm
Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart
Fax +49.711.2225.195
crossculture(at)ifa.de

Alumni-Website des ifa
Foto: Bilal El Soussi

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