Ronald Grätz, Generalsekretär des ifa, CCP Team, Country Representatives und Alumni; Foto: Bilal El Soussi
CrossCulture Dialog. Offenes Forum mit Dr. Stefan Kaufmann, Mitglied des Bundestags und CCP Country Representatives und Alumni. Moderation: Michael Gleich, Journalist und Mitbegründer der Culture Counts Foundation; Foto: Bilal El Soussi
Migration und Kultur: Jenseits von Grenzen und Räumen. Podiumsdiskussion mit Dr. Andreas Görgen, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amts und Abbas Khider, Schriftsteller.
Das Musikerkollektiv "Banda Internationale"; Foto: Bilal El Soussi
Begrüßung durch Ronald Grätz, Generalsekretär des ifa. Moderation: Michael Gleich, Journalist und Mitbegründer der Culture Counts Foundation; Foto: Bilal El Soussi
CCP Country Representative  Tunisia, Olfa Jelassi und Afghanistan, Enayat Safi im Gespräch mit Dr. Stefan Kaufmann, Mitglied des Bundestags; Foto: Bilal El Soussi
CCP Country Representative Bahrain, May Eido und Vereinigte Arabische Emirate, Nada Salem; Foto: Bilal El Soussi
CCP Country Representatives; Foto: Bilal El Soussi
Podiumsdiskussion mit Dr. Andreas Görgen, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amts und Abbas Khider, Schriftsteller. Moderation: Moderation: Michael Gleich, Journalist; Foto: Bilal El Soussi

Crossing Borders – CCP feiert 10-jähriges Jubiläum

10 Jahre deutsch-islamischer Dialog, 10 Jahre CrossCulture Praktika (CCP) – das feierten Alumni, Partner und Vertreter des ifa am 3. Dezember im Stadtbad Oderberger Berlin.

Ein Bericht von Tim Hülquist und Eva Sodeik-Zecha

"Dialogue means learning in both ways: you can learn from us and we can learn from you", sagte Olfa Jelassi aus Tunesien, als sie mit dem Abgeordneten Stefan Kaufmann und anderen CrossCulture Country Representatives in Berlin diskutierte. Der Einladung zur Jubiläumsfeier waren 190 Gäste gefolgt, darunter aktuelle und ehemalige Stipendiaten aus Deutschland und den Partnerländern sowie CCP-Partner aus Politik und Zivilgesellschaft.

Nach der Begrüßung durch den ifa-Generalsekretär Ronald Grätz diskutierten Abbas Khider, deutscher Schriftsteller mit irakischen Wurzeln, und Andreas Görgen, Leiter der Kulturabteilung im Auswärtigen Amt, das Thema Migration und Flucht. Neben Dialogmöglichkeiten wurden Ursachen und Lösungsvorschläge für die dringendsten Aufgaben thematisiert. Im Anschluss gaben Stipendiaten und Alumni auf dem Podium Einblicke in ihre Arbeit in den jeweiligen Heimatländern. "Cooperation should be a win-to-win partnership, in a democratic way, not dominance. Cooperation should apply people’s demands for equity and equal opportunities", sagte Olfa Jelassi.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Banda Internationale, einem jungen Musikerkollektiv, das sich im Zuge der Anti-Pegida-Demonstrationen in Dresden gründete. Gemeinsam mit syrischen und irakischen Flüchtlingen spielten sie Lieder wie "Ya Rayah", ein arabisches Stück, das vom Heimweh eines algerischen Auswanderers erzählt.

"In schwierigen Zeiten glänzen brückenbauende Formate wie CCP besonders."

Beim Stehempfang konnten sich Gäste und Alumni anschließend an neun Thementischen zu Konfliktbearbeitung sowie zur Arbeit in den Bereichen Menschenrechte, Kunst und Umweltschutz austauschen. "Ich habe noch nie so gut und viel 'genetzwerkt'", sagte Friederike Ruff aus Deutschland. "Tolle Menschen und eine sehr konstruktive Atmosphäre!" Auch Thomas Röhlinger, Geschäftsführer des Internetradios Radijojo, zeigte sich begeistert: "In schwierigen Zeiten glänzen brückenbauende Formate wie CrossCulture Praktika besonders."

Bereits im Vorfeld der Feier trafen sich 20 Country Representatives, um Erfolge und aktuelle Herausforderungen des Programms Revue passieren zu lassen. Intensiv diskutierten sie die Alumniarbeit von CCP, vor allem ihre eigene Rolle als ehrenamtliche Ansprechpartner für das Alumni-Netzwerk vor Ort. "This workshop led us to exchange lessons learnt and best practices and to further strengthen our efforts towards improving this programme. This is not an easy process but I believe we all support it for a good purpose", fasste Fatemehd Ahmadi Kamali aus dem Iran ihre Eindrücke zusammen.

Während des Workshops entstanden neue Ideen für Initiativen und die weitere Arbeit mit CrossCulture Praktika – vor Ort und in Deutschland. Damit wird der Gedanke des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und islamisch geprägten Länder weitergetragen und -entwickelt – nicht nur durch das ifa, sondern vor allem durch junge und engagierte Menschen weltweit.

CrossCulture Praktika

Als Partner des Auswärtigen Amts engagiert sich das ifa seit 2005 für den Dialog mit islamischen Ländern. Das Programm CCP ermöglicht jungen Berufstätigen und freiwillig Engagierten aus Deutschland und den Partnerländern Aufenthalte im jeweils anderen Kulturkreis.

Botschafter der Welt - Zehn Jahre Cross Culture-Programm

qantara.de | CCP Alumnus Fabian Pianka, Mitarbeiter der Deutschen Welle, berichtet über die Jubiläumsfeier in Berlin.