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Ausschreibung CrossCulture Programm 2017 für syrische Geflüchtete

Mit dem CrossCulture Programm (CCP) setzt sich das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) als Partner des Auswärtigen Amts für den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Wandel in Nordafrika und dem Nahen Osten ein. CCP verfolgt das Ziel, den Teilnehmer/-innen interkulturelle und professionelle Erfahrung und Weiterbildung zu ermöglichen sowie junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen in Kontakt zu bringen. Neben dem fachlichen Austausch lernen die Stipendiat/innen Arbeitsweisen sowie Organisationskulturen in Deutschland kennen. Gastorganisationen und CCP-Teilnehmer-/innen erweitern ihre Netzwerke und gewinnen neue und wertvolle Perspektiven für weitere Kooperationen.

Das CrossCulture Programm bietet syrischen Geflüchteten in Deutschland die Möglichkeit, durch ein Praktikum ihre professionelle und gesellschaftspolitische Kompetenz zu erweitern. Die Teilnahme ist möglich für Personen zwischen 23 und 45 Jahren, die in Syrien bereits Berufserfahrungen gesammelt haben. Studierende und Bewerber-/innen ohne Berufsausbildung können nicht durch das Programm gefördert werden.

Gastorganisationen und Aufgabenprofile

Eine CCP-Förderung wird für die folgenden Gastorganisationen angeboten:

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden

HELLERAU ist ein wichtiges interdisziplinäres Zentrum zeitgenössischer Künste Deutschlands. Zeitgenössischer Tanz, Neue Musik, Theater, Performance, Bildende Kunst und Neue Medien sind hier zu Hause. Hier wird mit Kunst experimentiert, Kunst präsentiert und Kunst reflektiert.

  • Aufgaben: Künstlerbetreuung; Gestalten eines Kitchen Talks (Kochformat für Begegnung); Unterstützung bei der Zielgruppenansprache, besonders Geflüchteter; Teilnahme an Kursen, Proben, Abendveranstaltungen; Recherche zu syrischen Künstlern; Betreuung eines Workshops in einer Erstaufnahmeeinrichtung; Unterstützung des Arabischkurses für das HELLERAU-Team; Mithilfe bei Aktionen im interkulturellen Garten
  • Gesuchtes Profil: Interesse an dem künstlerischen Schaffen von HELLERAU; Erfahrungen im Bereich zeitgenössischer Künste; PC-Kenntnisse; Bereitschaft, an Abenden und Wochenenden zu arbeiten (mit Ausgleich)
  • Voraussetzungen: Gute Arabisch- sowie Englischkenntnisse; Deutschkenntnisse erwünscht

Adopt a revolution, Berlin

Adopt a Revolution unterstützt als unabhängige und gemeinnützige Initiative zahlreiche friedliche Projekte gegen Diktatur und Terror. Neben der finanziellen Unterstützung versucht Adopt a Revolution solidarische Nähe zwischen der deutschen und der syrischen Zivilgesellschaft herzustellen und Wissen zu transferieren: Zwischen hiesigen und syrischen Gruppen soll ein Erfahrungsaustausch entstehen, der die syrische Zivilgesellschaft stärkt.

  • Aufgaben: Öffentlichkeitsarbeit (Übersetzung von Berichten; Schreiben von Beiträgen für den Blog); Erstellen von Kontext-Analysen für einzelne Zielregionen; Unterstützung im Projektmanagement (v.a. bei einem Projekt über ziviles Engagement als Beitrag zur Konfliktbearbeitung in Syrien)
  • Gesuchtes Profil: Zivilgesellschaftlich Engagierte und Aktive mit ersten Erfahrungen im Projektmanagement und der Öffentlichkeitsarbeit
  • Voraussetzungen: Hocharabisch (schriftlich) auf C2-Niveau; Sehr gute Englischkenntnisse

DOX BOX e.V., Berlin

DOX BOX e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, dessen übergeordnetes Ziel die Förderung von sozial-politisch engagierten, unabhängigen Dokumentarfilmern in den arabischen Ländern ist.

Zu diesem Zweck setzt das internationale Team ein umfassendes Unterstützerprogramm um, das u.a. ein Residenzprogramm, ein Onlineportal mit Filmbibliothek, Lehrinhalten und der Möglichkeit zur Vernetzung und Online-Learning Module zu verschiedenen Themen umfasst. Für 2018 plant DOX BOX die Durchführung der ersten “Arab Documentary Convention” und die Verleihung von Filmpreisen in Berlin.

  • Aufgaben als Eventmanagementassistenz: Koordination der ADC-Teilnehmenden; Angebotseinholung und Veranstaltungsvorbereitung, Unterstützung der Marketingstrategie (mit Fokus auf dem arabischen Sprachinhalt) und Koordination der Auswahlprozesse für nominierte Filme; Administrationsaufgaben
  • Gesuchtes Profil – Option A: Erste Erfahrungen im Bereich Marketing und dem Editieren von Inhalten im kulturellen Bereich; Erfahrungen mit Wordpress, Drupal o.ä.; Kenntnisse von Adobe Creative Suite Programmen und Erfahrungen mit Social Media Kampagnen sowie Newslettern sind von Vorteil

    und/oder

  • Gesuchtes Profil – Option B: Erste Erfahrungen im Projekt- und Veranstaltungsmanagement im Kulturbereich; gute Kenntnisse von arabischen Dokumentarfilmen sowie wichtigen kulturellen Organisationen, Geldgebern und Filmfestivals in der arabischen Welt und Berlin; Arbeitserfahrung in einem internationalen Kontext von Vorteil
  • Voraussetzungen: Perfekte Beherrschung des Hocharabischen; Sehr gute Englisch-kenntnisse; Deutschkenntnisse erwünscht; Sehr gute MS Office-Kenntnisse; gute Kommunikationsfähigkeit

Rahmenbedingungen und Leistungen

Die Praktikumsdauer beträgt mindestens acht Wochen bis höchstens drei Monate zwischen September und Dezember 2017. Die Praktika werden durch einen dreitägigen interkulturellen Workshop mit weiteren CCP Stipendiat/innen ergänzt. Entsprechend dem Bedarf der Kandidat/innen wird zudem ein berufs- bzw. fachspezifisches Rahmenprogramm ermöglicht. Beispielhaft sind Teilnahmen an relevanten Veranstaltungen, Fortbildungen oder individuelle Besuchs- und Gesprächstermine in weiteren deutschen Institutionen.

Das Förderprogramm übernimmt während der Teilnahmedauer die Kosten für den Lebensunterhalt durch ein Stipendium i.H.v. 550 € pro Monat sowie ggf. Kosten für Unterkunft und öffentlichen Nahverkehr am Einsatzort. Die Stipendienleistungen werden je nach Aufenthaltsstatus und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden mit öffentlichen Bezügen verrechnet.

Bewerbung

  • Die Bewerbungsunterlagen finden Sie hier.
  • Bitte senden Sie Ihre vollständigen und unterzeichneten Bewerbungsunterlagen per E-Mail an: bewerbungen-ccp(at)ifa.de
  • Einsendeschluss ist der 25. Mai 2017
  • Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass bei gleichen Voraussetzungen Bewerber-/innen aus der näheren Umgebung der jeweiligen Gastorganisation bevorzugt behandelt werden.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung.