Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Zielsetzung/Aufgaben

Die unselbstständige Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Berlin wurde in Trägerschaft der Stiftung Deutsches Historisches Museum 2008 gegründet. Institutionell gefördert wird die Stiftung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. In Zusammenarbeit mit Museen und Forschungseinrichtungen soll das Gedenken an Flucht und Vertreibung im historischen Kontext des Zweiten Weltkrieges wachgehalten werden.

Das sich im Aufbau befindliche Zentrum versteht sich als deutschlandweit einzigartiger, gesamteuropäisch verankerter und international sichtbarer Lern- und Erinnerungsort.
Die aktuelle Arbeit beinhaltet

  • die Sammlung für eine (zukünftige) Dauerausstellung zum Thema Flucht und Vertreibung im Europa des 20. und 21. Jahrhunderts weltweit.
    Darunter fallen Plakate, politisches Propagandamaterial wie Flugblättern oder Postkarten, Fotoalben und einzelne Fotografien, Landkarten, persönliche Dokumente, Zeitungen, Broschüren, Kunstwerken wie beispielsweise Gemälden oder dreidimensionale Objekte, Fluchtgepäck und Transportmittel, Postkarten und touristisches Werbematerial zu den ehemals deutschen bzw. deutsch besiedelten Gebieten. Auch einige Teile aus der aufgelösten Stiftung Deutschlandhaus werden dort ausgestellt.
  • eine wissenschaftliche Spezialbibliothek mit deutschen und fremdsprachigen Büchern, Zeitungen, Zeitschriften und digitalen Medien zu den Themen Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration. Insgesamt sind dort ca. 30.000 Medieneinheiten sowie 55 laufende und ca. 300 abgeschlossene Zeitschriften auffindbar.
  • ein Archiv mit Zeitzeugenberichten, Fluchtberichten, Tagebüchern, Heimatchroniken, Ortsdokumentationen, Briefen und vielen mehr. Dort einsehbar sind außerdem die Aktenbestände der Stiftung Haus der ostdeutschen Heimat (aufgelöst 1974), der Stiftung Deutschlandhaus (aufgelöst 1999) und diverse Schriftstellernachlässe.
    Bereitstellung erfolgt im Original oder digital auf Medienarbeitsplätzen oder im Internet.
  • Zeitzeugenarbeit wie das Sammeln von Zeitzeugenberichten oder das Führen von Interviews für ein digitales Archiv;
  • wissenschaftliche Vernetzung über eigene Veranstaltungen und Kooperationen;
  • diverse Publikationen.

Kontakt

Mauerstrasse 83/84
10117 Berlin
Deutschland
Fon: +49 (0)30 206 29 98-0
Fax: +49 (0)30 206 29 98-99
www.sfvv.de
info(at)sfvv.de