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Je Verkehrsmittel eine
Spur
© Curitiba City
Development
Röhrenförmige Stationen des öffentlichen Nahverkehrs
© Curitiba City Development

 

Verkehrskonzepte – Curitiba Master Plan

Auf der Überholspur: öffentlicher Nahverkehr in Brasilien

In den 1960er-Jahren zählte die Stadt Curitiba, Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Paraná, 400.000 Einwohner. Mittlerweile leben im Großraum Curitiba annähernd fünf Millionen Menschen. Und mit jedem Tag zieht die Region, deren Pro-Kopf-Einkommen etwa dreimal so hoch ist wie der Landesdurchschnitt, neue Zuwanderer an. Daher ließ  der Bürgermeister Ivo Arzua einen Masterplan für das vorbildliche öffentliche Verkehrssystem von Curitiba entwickeln. Die rasante und unkontrollierte Ausdehnung der Stadt war Anlass für die Ausschreibung eines neuen Masterplans für Curitiba, den Jamie Lerner, Stadtplaner Architekt und Bürgermeister, mit seinem Team gewann. Durch minimale Eingriffe wurde ein öffentliches Busnetz eingerichtet und die Straßen in Korridore unterschiedlicher Geschwindigkeiten eingeteilt. Dieser „Akupunktur-Urbanismus“ brachte enorme Verbesserungen. Reduzierung des Verkehrs im Zentrum, Erhöhung des öffentlichen Verkehrs, Schutz der historischen Bauten sowie Minimierung der Zersiedelung waren nur einige der Effekte. Heute existiert die erste Fußgängerzone Brasiliens sowie ein Bus- und Individualverkehr, der mittels eigener Fahrstreifen getrennt ist. Die Entwicklung der Stadt entlang der Busachsen wurde dabei durch legislative Maßnahmen unterstützt.



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