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![]() ![]() Thomas ![]() Das Werk einer der wichtigsten deutschen Fotografinnen der Gegenwart soll mit diesem Projekt in der Gesamtheit vorgestellt und in größerem Umfang international bekannt gemacht werden. Die Fotografien der in Berlin geborenen Sibylle Bergemann verblüffen durch Vielfalt – Mode, Reportage, Essay, Landschaft, Stadtlandschaft und Porträt beherrscht sie gleichermaßen souverän. Als Modefotografin bekannt geworden, ist Bergemann vor allem aber eine herausragende Vertreterin des fotografischen Essays und eine genaue Beobachterin verborgener Zusammenhänge. Nach zwei erfolgreichen Retrospektiven in der Akademie der Künste Berlin und im Museum für Photographie Braunschweig wird die Ausstellung nun in Kooperation mit dem Institut für Auslandsbeziehungen e.V., (ifa) international auf Tournee gehen. Sibylle Bergemann hat sowohl seriell gearbeitet, sowie über längere Zeit selbst gewählte Themen und fotografische Notizen festgehalten. Schwerpunkte in ihrem Werk bilden die schwarz-weißen und farbigen Mode- und Portraitfotografien der 1960er Jahre bis heute, die sowohl als Auftragsarbeiten für SIBYLLE oder GEO oder im eigenen Auftrag entstanden sind. Ihr Werk muss dabei immer im jeweiligen gesellschaftlichen Kontext gesehen werden. Ihre Bilder sind durchaus geprägt von der kritischen Auseinandersetzung mit der Realität der DDR. Die Fotografin hat es jedoch immer verstanden, das Foto nicht nur als Abbildung zu verstehen, sondern vor allem als ein Medium, dass Aufschluss gibt über die Zusammenhänge der Wirklichkeit, interpretiert und Stellung bezieht. Bergemanns Bilder werden im Detail zum Symbol, geben in feinen Nuancen Geschichten und Symbole wieder. Sie spielen mit der Sehnsucht des Betrachters, stimmen nachdenklich-melancholisch durch die traumhaft-entrückten Augenblicke des Dargestellten. Ihre Vielschichtigkeit verdichtet sich zu dem unverwechselbaren persönlichen Stil der Berliner Künstlerin. "Es scheint, als wolle die Fotografin etwas zum Vorschein bringen, das anwesend abwesend ist. Sparsame Notizen aus der Nähe, Spurensuche, Resultate einer Reise in die Träume." Dieser Aspekt von Bergemann's Arbeit wird besonders hervorgehoben in der situativen und szenischen Bildersymbolik von urbanen Regionen sowie ihren Arbeiten mit dem Medium Polaroid. Bergemann begann ihre Fokussierung auf situative und szenische Bilder in Berlin Ende der ausgehenden 60-er Jahre und arbeitete seit diesem Zeitpunkt daran u.a. auch in den Städten New York, Paris, Tokyo und São Paulo. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit dem Medium Polaroid. Hatte sie bis 1990 überwiegend schwarz-weiß fotografiert, gehört sie inzwischen zu den wenigen Fotografen, die Farbe nicht illustrativ, sondern als konstitutives Element bei der Konstruktion von Bedeutung einsetzen. Ausstellungskatalog Sibylle Bergemann
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