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Die Ausstellung wurde vom HfG-Archiv, einer Abteilung des Ulmer Museums, zum 50. Gründungsjubiläum der Hochschule erarbeitet und 2003 im Stadthaus Ulm gezeigt. In Zusammenarbeit mit den beiden Kuratorinnen Marcela Quijano und Dagmar Rinker präsentiert nun das Institut für Auslandsbeziehungen e. V. (ifa) eine gekürzte Version von 400 qm ab 2006 auf Welttournee. Die Ausstellung ulmer Erforschung und Visualisierung des "ulmer modells" und seine Auswirkungen bis in die unmittelbare Gegenwart. Sie zeigt anhand von Großfotos, Texttafeln, einer bebilderten Synopse, Modellen, Grafiken, Entwürfen, Produkten, einem "Bücherturm" und Videos die facettenreichen Denkansätze, Vorgehensweisen und Ergebnisse der HfG-modelle – modelle nach ulm erarbeitet als zentralen Themenbereich Arbeit. Die einzelnen Abteilungen der Ausstellung sorgen für eine klare Zuordnung mit den Bereichen Vor- und Zeitgeschichte, Gebäude und Gründerbiografien, theoretische Grundlagen und Ergebnisse, Visuelle Kommunikation, Produktgestaltung und Bauen, Entwicklungsgruppen, Film sowie Interviews ehemaliger Dozenten und Studierender. Der Einfluss, den die HfG Ulm über die ausländischen Studierenden genommen hat, wird anhand von Beispielen der Designausbildung in Lateinamerika und Asien vorgestellt. Die Hochschule für Gestaltung Ulm war in der Zeit ihres Bestehens von 1953 bis 1968 eine der wichtigsten zeitgenössischen Designschulen, die sich als internationale Institution für Lehre, Entwicklung und Forschung im Bereich der Gestaltung verstand. Das interdisziplinär angelegte Ausbildungsprogramm, aber auch die Namen von Gründern und Lehrenden wie Otl Aicher, Inge Aicher-Scholl, Max Bill, Max Bense, Hans Gugelot, Tomás Maldonado und Gui Bonsiepe zogen Studierende aus vielen Ländern nach Ulm. Die spezielle Methodik der HfG Ulm beeinflusst bis heute als "ulmer modell" international die Ausbildung von Designern und prägte das Berufsbild des "Industriedesigners" mit. Es galt, in Systemen und klar begründeten Entwurfsschritten zu denken und einer modernen Massengesellschaft rationalistische, technikorientierte Lösungen zu bieten, die ein wissenschaftlicher und technologischer Fortschritt mit neuen Materialien, Medien und Techniken ermöglichte. Bereits ab den späten 50er Jahren entwickelte sich eine immer intensivere Zusammenarbeit mit der Industrie. Ab 1966 zeichnete sich aus politischen und finanziellen Gründen dann das Ende der HfG ab; die Mitglieder der Hochschule für Gestaltung Ulm entschieden sich 1968 zur Selbstauflösung. Ausstellungskatalog Künstlerdatenbank
Special Präsentation Mexico-City 2009 / Präsentation Curitiba 2007 (Ausstellungspremiere) / Links zum Thema |