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Nach der Gründung der beiden deutschen Nachkriegsstaaten im Jahre 1949, erst der Bundesrepublik aus den drei Besatzungszonen der Westalliierten, dann der DDR aus der sowjetischen Besatzungszone, sahen sich die Architekten mit der schwer lösbaren Aufgabe konfrontiert, unterscheidbare staatliche Repräsentationsformen zu entwickeln. Die exponierten Bauwerke mussten sich vor allem von der Staatsarchitektur der jeweils anderen Seite absetzen. Während die Bundesrepublik den Bruch mit der Monumentalarchitektur des untergegangenen Dritten Reiches vollzog, um symbolisch den Neubeginn zu betonen, glaubte die DDR gerade wegen ihrer radikalen Systemänderung bauliche Traditionslinien formal fortführen und inhaltlich neu definieren zu können. Einer direkten Orientierung an der repräsentativen Architektur der Siegermächte stand im Osten wie im Westen der Anspruch auf Souveränität und einen Neubeginn in Bescheidenheit entgegen. Künstler-Datenbank Hauptstädte ![]() Wohn- und Empfangsgebäude für den Bundeskanzler | Bonn Architekt: Sep Ruf ![]() Palast der Republik mit Volkskammer, Foyer und Großem Saal | Berlin-Mitte Architekten: Heinz Graffunder mit Wolf R. Eisentraut / Karl-Ernst Swora / Günter Kunert / Manfred Prasser / Heinz Aust / Dieter Bankert ![]() Plenarsaal für den Bundestag der Bundesrepublik Deutschland | Bonn Architekten: Günther Behnisch & Partner Großmächte ![]() Botschaft der Sowjetunion | Berlin-Mitte Architekten: Anatoli Jakowlewitsch Stryshewski / Friedrich Skujin / D.D. Lebedinskij / Sichert Außendarstellung ![]() Deutscher Pavillon auf der Weltausstellung 1958 | Brüssel Architekten: Egon Eiermann / Sep Ruf Funk und Fernsehen ![]() Fernsehturm Stuttgart Entwurf: Fritz Leonhardt ![]() Fernsehturm Berlin Architekten: Fritz Dieter / Günter Franke Außerdem in der Ausstellung |