Eine Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen in Kooperation mit der Föderation deutscher Architektursammlungen.
Über 50 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik und mehr als 10 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung wird erstmals der Versuch eines historischen Rückblicks auf die Entwicklung der Architektur in den beiden deutschen Staaten unternommen.
Die Ausstellung nähert sich ihrem Gegenstand mehr mit Fragen als mit Antworten. Sie geht den Divergenzen und Konvergenzen von scheinbar getrennten Architekturdiskursen nach, reißt exemplarisch den kulturellen und politisch-ökonomischen Kontext der beiden Architekturentwicklungen an und untersucht den unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen erfolgten Verlauf mit dem Blick auf die Geschichte der Disziplin selbst. Dabei hat die Ausstellung nicht den Anspruch, die eine verbindliche "Wahrheit" festzuschreiben, sondern sie versucht vielmehr durch Offenlegung weitgehend unbekannten Materials aus ost- und westdeutschen Archiven zum Vergleich und zur Diskussion anzuregen. Im Zentrum der Betrachtung stehen dabei die jeweiligen disziplinären Diskurse wie etwa Fragen um das Wohnen, das Gedenken oder das Verhältnis zur Tradition versus Innovation.
In die Ausstellung fließen die Ergebnisse einer mehrjährigen
Forschungsarbeit am Fachbereich Architektur der Hochschule für bildende
Künste Hamburg ein, an der sich neben den Kuratoren Simone Hain und
Hartmut Frank sowie der Projektkoordinatorin Katrin Peter zahlreiche
Studenten mit ihren Arbeiten und Modellen beteiligt haben.
Die Ausstellung wird gefördert durch die