Forschungsprogramm "Kultur und Außenpolitik"

Im ifa-Forschungsprogramm "Kultur und Außenpolitik" forschen Expertinnen und Experten zu aktuellen Themen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP). In drei- bis sechsmonatigen Forschungsprojekten arbeiten sie die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft für die Akteure der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik knapp und präzise auf und formulieren Handlungsempfehlungen für künftige außenkulturpolitische Maßnahmen. Mit der wissenschaftlichen Fundierung zentraler Themen- und Arbeitsbereiche der AKBP und deren Aufbereitung für die Praxis bietet das ifa als Kompetenzzentrum für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik den Akteuren der AKBP eine bislang einzigartige Beratungsleistung an. Universitäten, Mittlerorganisationen, Medien- und Wirtschaftspartner kooperieren mit dem Forschungsprogramm bei der Betreuung der Expertinnen und Experten, der Organisation von Fachtagungen und der Veröffentlichung wissenschaftlicher Publikationen.

Neuerscheinungen der ifa-Edition Kultur und Außenpolitik

Markus Lang: Erinnern an 100 Jahre Weimarer Verfassung

Internationale Rezeptionen / Institut für Auslandsbeziehungen (Hg.). – Stuttgart , 2016. – 48 S. – (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)

Kategorie: Geschichte, Edition Kultur u. Aussenpolitik  
Hauptthemen: Deutschland + Weimarer Republik + Verfassung + Jahresfeier / Jahrestag+ Wirkung / Auswirkung + Rezeption + Geschichtsschreibung + Forschungsgegenstand + Global + Beispielhafte Fälle + Frankreich + Polen + Vereinigte Staaten + Vorschlag / Initiative 
Unterthemen: Erinnerungspolitik / Erinnerungskultur + Auswärtige Kulturpolitik + Maßnahme + Verfassungsrecht + Verfassungsgrundsätze + Rechtsgeschichte + Relation + Deutschlandbild + Bilaterale internationale Beziehungen
Abstract: In der Weimarer Republik hat Deutschland sich zum ersten Mal eine Verfassung gegeben, die angesichts der Herausforderungen moderner Industriegesellschaften bahnbrechend war und als Vorbild für viele ausländische Verfassungen diente. Das hundertjährige Jubiläum bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit internationalen Partnern an dieses erste demokratische Experiment in Deutschland und an sein Scheitern zu erinnern. Wie aber kann das gemeinsame Erinnern in konstruktive Bahnen gelenkt und für Missverständnisse sensibilisiert werden? Wie kann der Austausch über Ideen aus unterschiedlichen nationalen und kulturellen Perspektiven als ein wirklich internationales Unternehmen gestaltet werden? Die vorliegende Studie gibt einen Überblick zu den Rezeptionen in Frankreich, Polen und den USA und plädiert, bereits die Planungen für ein transnationales Erinnern im transnationalen Rahmen anzugehen.

Bert Hoffmann: Wandel und Annäherung

Perspektiven deutsch-kubanischer Beziehungen in Kultur und Bildung / Institut für Auslandsbeziehungen (Hg.). – Stuttgart , 2016. – 72 S. – (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)

Kategorie: Edition Kultur u. Aussenpolitik  
Hauptthemen: Kuba + Deutschland + Internationale Kulturbeziehungen + Auswärtige Kulturpolitik + Interkulturelle Beziehungen + Kultureinfluss + Soziokultureller Wandel + Politischer Wandel + Internationale Bildungszusammenarbeit + Hochschulforschung + Hochschule + Politische Reformen + Internationale wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit + Wissenschaftliche Zusammenarbeit
Abstract: Für Deutschland ist Kuba ein besonderer Partner: Die Bundesrepublik ist auf der Insel nicht zuletzt Erbe der DDR, die mit dem sozialistischen Bruderstaat in der Karibik vielfältige Beziehungen unterhielt. Gleichwohl gestalten sich die deutsch-kubanischen Beziehungen seit den 1990er Jahren in der Praxis schwierig. Wie kann Kultur die aktuellen Veränderungen des Inselstaates begleiten? Welche Initiativen können im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik gefördert werden? Die vorliegende Studie gibt anhand von Beispielen verschiedener Kulturakteure Einblicke in die kubanische Kultur- und Bildungslandschaft und zeigt Potentiale für deutsch-kubanische Kultur- und Bildungskooperationen auf.

Robert Lohmann, Daniel Göler, Isabel Vollmer: Zivilgesellschaftliche Akteure in der Außenpolitik

Chancen und Perspektiven von Public Diplomacy / Institut für Auslandsbeziehungen (Hg.) – Stuttgart, 2016. – 67 S. – (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)

Kategorie: Edition Kultur u. Aussenpolitik  
Hauptthemen: Deutschland + Auswärtige Kulturpolitik + Public Diplomacy + Träger von Maßnahmen + Stellenwert + Zivilgesellschaft + Politischer Akteur + Akzeptanz + Selbstbild + Entwicklungshemmnisse + Theorie + Praxis + Befragung + Beispielhafte Fälle + Reformvorschlag
Unterthemen: Rollenverständnis gesellschaftlicher Gruppen + Erwartung + Wechselbeziehungen Außenpolitik - Innenpolitik + Aufgabenstellung + Netzwerk (institutionell/sozial) + Verhältnis gesellschaftliche Vereinigung - Staat + Auswärtiges Amt (Deutschland) + Moldau + Demokratieförderung + Europäische Union + Jugendliche/Junge Menschen + Politische Partizipation
Abstract: Das außenpolitische Wirken von zivilgesellschaftlichen Akteuren wird von staatlicher Seite oftmals nicht anerkannt. Selbstbild und Fremdwahrnehmung unterscheiden sich hier. Dabei sehen sich die unterschiedlichen Akteure der deutschen Zivilgesellschaft in ihrem Handeln über staatliche Grenzen hinweg weiteren Herausforderungen gegenüber: Welches Zivilgesellschaftsverständnis herrscht vor und inwiefern können zivilgesellschaftliche Akteure Außenpolitik betreiben? Wo muss die Grenze zu wirtschaftlichen und privaten Akteuren gezogen werden? Die vorliegende Studie schlüsselt die Bandbreite des außenpolitischen Handelns deutscher zivilgesellschaftlicher Akteure auf und fordert eine größere konzeptionelle Klarheit. Die Autoren betonen die Notwendigkeit einer dezidierten Public Diplomacy-Strategie für eine dialogische Beziehung zwischen Staat und Zivilgesellschaft.
Isabell Scheidt

Kontakt

Isabell Scheidt
Tel. +49.711.2225.219
scheidt(at)ifa.de

Alumni-Website des ifa

Extra

Guillaume Baviere: Havanna (CC BY 2.0) via Flickr

Kuba öffnet sich – Kultur und Bildung als Motor?

ifa | Interview mit Bert Hoffmann zu den deutsch-kubanischen Kultur- und Wissenschaftsbeziehungen

Flüchtlingslager, Beqaa, Libanon; Foto: Leila Mousa, 2015

Zelten und Singen

ifa| Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für Flüchtlingslager? Interview mit Leila Mousa auf SWR 2

A view of Tehran from Tabiat Bridge Foto: Hamid Sadeghi 2015

Nach dem Atomdeal auch kulturelle Annäherung mit Iran?

ifa | Interview mit Dr. Ali Fathollah-Nejad, Experte des ifa-Forschungsprogramms Deutsch-Iranische Kulturbeziehungen

Perspektiven und Freiräume schaffen – Kulturarbeit in Flüchtlingslagern im Libanon. © ifa/Grassmann
Kulturarbeit in Flüchtlingslagern im Libanon. © ifa/Grassmann

Perspektiven und Freiräume schaffen – Kulturarbeit in libanesischen Flüchtlingslagern

ifa | Interview mit Leila Mousa, ifa-Expertin für das Forschungsprojekt "Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für Flüchtlingslager?"