Foto: ifa/Bernhard Kahrmann

In der Bibliothek mit Traude Weidenbach

Dokumentation und Dialog

Ja, ich komme gern ins ifa! Das beginnt schon damit, dass ich mit dem Fahrrad zur Arbeit komme und daher – besonders im Winter – jeden Tag schon frisch und wach an meinem Arbeitsplatz ankomme, der Bibliothek des ifa. Der Tag beginnt damit, dass ich die "taz" auf interessante Artikel zum internationalen Kulturaustausch durchsehe. Werde ich fündig, kommen diese Berichte in den wöchentlichen Pressespiegel. Auch im weiteren Verlauf des Tages durchsuche ich das Web nach Publikationen, Nachrichten, Veranstaltungen und Ausschreibungen, die irgendwie mit Themen der Auswärtigen  Kultur- und Bildungspolitik verknüpft sind.

Die gefundenen Informationen landen dann auf Facebook, im virtuellen Konferenz- und Ausschreibungskalender oder als Volltext auf einer Seite der ifa-Homepage. Immer wieder fordern auch zum Beispiel Abgeordnete Literatur zu einem kulturpolitischen Thema an. Dann wird intensiv recherchiert, in unseren Datenbanken und im Netz, und es entsteht in relativ kurzer Zeit eine individuelle Materialsammlung, die gescannt und per E-Mail verschickt wird.

Neu im ifa ist, dass unter dem Titel "Kulturpolitik im Dialog" Sachbücher zu verschiedenen Themen vorgestellt werden, meist im Dialog mit den Autoren. Meine Aufgabe dabei ist die Organisation der Veranstaltungen. Sehr bewegend war die Auftaktveranstaltung "Einfach nur weg", bei der die Autorin Ute Schaeffer in Interviews geflüchteten Kindern eine Stimme gab.

Die Arbeit mit Büchern kommt an meinem Arbeitsplatz leider etwas zu kurz, da ich doch zumeist im Netz unterwegs bin, bis auf einen Nachmittag in der Woche, wenn ich im Lesesaal der Bibliothek unseren Nutzern, meist Studenten oder Wissenschaftlern, "richtige" Bücher zum Anfassen bringe. Es gibt immerhin mehr als 440.000 Bände bei uns, die jeder lesen kann – wir sind nämlich eine öffentliche Bibliothek!